<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://gregorbrand.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/">
    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus : Rubrik:Goethe</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>nornepygge</dc:publisher>
    <dc:creator>nornepygge</dc:creator>
    <dc:date>2007-12-30T18:59:19Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/gregorbrand/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://gregorbrand.twoday.net/stories/4491396/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://gregorbrand.twoday.net/stories/4467950/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/gregorbrand/images/icon.jpg">
    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus</title>
    <url>http://static.twoday.net/gregorbrand/images/icon.jpg</url>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/4491396/">
    <title>Goethe und die Forstwirtschaft</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/4491396/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Als meine Mitschüler und ich 1974 in Prüm, etwa ein Jahr vor unserem Abitur, vom Klassenlehrer Edgar Klauk gefragt wurden, was wir denn nach dem Abitur machen wollten, gab ich als mein Wunschstudium das der Forstwissenschaft an. Auch wenn sich mein weiterer Lebensweg bekanntlich anders entwickelt hat, freue ich mich doch, dass eine von mir so außerordentlich geschätzte Persönlichkeit wie Goethe ebenfalls ein großes Interesse an forstlichen Fragen besaß. Goethe hielt von der Forstwirtschaft so viel, dass er sogar meinte, es verdiene von jedem gekannt zu werden, wie das Forstwesen eingerichtet und erhalten werde. Würde man diese vernünftige goetheanische Ansicht beachten, so läge es natürlich nahe, forstwirtschaftliche Grundsätze und Waldgrundwissen in den Schulen nicht nur  wenn überhaupt!  ganz nebenbei zu behandeln, sondern zu einem wichtigen Bestandteil des Unterrichts zu machen. Sicher wäre es nicht zum Nachteil der globalen Lebensbedingungen, wenn solche Forst- und Waldkunde in pädagogisch angemessener Weise weltweit Kindern und Jugendlichen vermittelt würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe nahm für sich selbst die Bedeutung der Wälder auch insofern ernst, als er den zahlreichen Begegnungen mit Forstmeistern und Forstmännern großen Raum in seinem Leben gegeben hat. Günter Schulz nennt in seinem Buch über Goethe und die bäuerliche Welt die Namen zahlreicher Forstleute, mit denen Goethe sich über Holzkultur und Waldbau ausgetauscht hat und mit aufmerksamen Sinnen durch Wälder gewandert und geritten ist. Zu seinen Forstfreunden zählte auch der weimarische Forstmeister Heinrich von Cotta, der bis weit ins außerdeutsche Ausland hinein höchstes Ansehen genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sympathisch ist mir die Zuneigung Goethes gerade zu den einheimischen  in seinem Fall den weimarischen  Gewächsen, von denen er einmal in seiner eigenartig ausdrucksstarken Sprache nennt die Nadelhölzer aller Art, mit ernstem Grün und balsamischem Duft, Buchenhaine von freudigem Anblick, die schwankende Birke und das niedere, namenlose Gesträuch.  Wie seine Freundin, die Herzogin Anna Amalia, waren Goethe Aufforstungen besonders wichtig. Anna Amalia bedauerte, dass ihr Schwiegervater seiner Baulust wegen weite Flächen hatte abholzen lassen; sie beauftragte den thüringischen Oberforstmeister von Lengefeld mit der Prüfung von Möglichkeiten zur Korrektur dieser Waldschädigungen. Carl Christoph von Lengefeld  in Safranskis Schillerbiographie fälschlich Hans Christoph genannt  war nicht nur Schillers Schwiegervater, sondern vor allem ein herausragender Forstwirt. Durch seine praktische und wissenschaftliche Tätigkeit hat er sich den Ruf erworben, den Deutschen ihre Wälder gerettet zu haben. Wenn an dieser Charakterisierung auch nur ein wenig Wahres ist, dann muss man ihn unbedingt zu den  großen Deutschen zählen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Elite der Deutschen zählt auch der studierte Zoologe Ernst Jünger, dessen forstliches Interesse nicht kleiner war als das Goethes und in dessen literarischem Werk das Begriffsfeld des Waldes sogar eine größere Bedeutung einnimmt als bei dem Dichterfürsten. Während der Olympier Goethe seinen Sinn vornehmlich  wenn auch nicht ausschließlich - auf das Erbauende und Förderliche des Waldes gerichtet hat, hat Jünger allein schon mit der Figur des Oberförsters auch die andere, dunkle Seite der Wälder verewigt.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://gregorbrand.twoday.net/topics/Goethe&quot;&gt;Goethe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-28T22:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/4467950/">
    <title>Goethe und die naturnahe Umwelt</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/4467950/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Marcel Reich-Ranicki, der große Literaturkritiker, hat in seinem Leben viel von und über Goethe gelesen, wie man es von einem deutschen Literaturkritiker erwarten muss und wie sich in vielen seiner Veröffentlichungen zu Goethe dokumentiert. Trotz der seltenen Intensität dieser Beschäftigung hat er vermutlich nie nähere Kenntnis genommen von einem Buch, das für einen wichtigen Aspekt von Goethes Leben und Werk bedeutsam ist: von dem von Günter Schulz während der Zeit des Dritten Reichs verfassten vierhundertseitigen Opus Goethe und die bäuerliche Welt. Die ländlichen Grundlagen seines Denkens. Neben dem Titel, der einem urbanem Goethe-Verehrer schon bedenklich erscheinen kann, wird sicherlich auch der Erscheinungsort neben Reich-Ranicki manch anderen vom Lesen dieses verdächtig anmutenden Werkes abgehalten haben: Es ist erschienen im Verlag Blut und Boden in der Reichsbauernstadt Goslar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk ist auch heute noch für jeden, der sich mit dem besonderen Genius Goethes befassen will, lesenswert. Es trägt überaus zahlreiche bäuerliche Hinweise aus Goethes Veröffentlichungen und Leben zusammen und zeigt die ungewöhnlich innige Anteilnahme des Frankfurters - dessen väterlicher Urgroßvater noch thüringischer Dorfhufschmied war - am ländlichen und bäuerlichen Leben. Goethe interessierte sich bis in Einzelheiten und Spezialfragen hinein für Fragen der Landwirtschaft, mag es sich um Ackergerätschaften, Viehseuchen, Düngung durch Pferche, Wiesenverbesserungen, die Art des Pflügens, Bodenverbesserungen, Viehzucht und vieles mehr halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bemerkenswert scheinen mir die Belege dafür zu sein, wie sehr Goethe für seine eigene geistige Produktion auf eine ländliche Umgebung angewiesen war. Schulz fasst seine Untersuchungen dazu so zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Goethes geistige Arbeit war an eine einfache und naturnahe Umwelt gebunden. Die naturnahe Umwelt war und blieb seinem geistigen Schaffen Grundbedingung und Fördernis.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz weist - neben vielen weiteren Belegen - darauf hin, dass Goethe ohne äußeren Zwang zwischen 1817 und 1822 über dreihundert Tage in einer morschen Schindelhütte des Botanischen Gartens in Jena wohnte, in deren Erdgeschoß ein Kuhstall, eine Waschküche und Gelasse zur Aufbewahrung von Ackergeräten und landwirtschaftlichen Vorräten sich befanden. In dieser Schindelhütte arbeitete der rund 70-jährige Goethe an bedeutenden literarischen und wissenschaftlichen Publikationen. Abgesehen von diesem besonderen Aufenthaltsort war Weimar, in dem Goethe die meiste Zeit seines Lebens wohnte, zumindest im 18. Jahrhundert ohnehin eine Dorfstadt (Wilhelm Bode), in der viele Menschen noch ausgesprochen bäuerlich lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulz kann sich für seine Einschätzung der grundlegenden Wichtigkeit ländlicher Umgebung auch auf die Einschätzung der klugen Charlotte von Schiller berufen. Sie meinte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;In keinem großen Zirkel, in keiner großen Stadt kann etwas Genialisches entstehen. Denn nur die Einsamkeit und Absonderung kann die Bilder festhalten. Lebte Goethe in einer großen Stadt, so würde er nichts mehr hervorbringen können, des bin ich ganz überzeugt.     &lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn man sich diese These in ihrer Allgemeinheit nicht zu eigen machen kann, so spricht in der Tat viel dafür, dass für Goethe und einen nicht geringen Teil besonders produktiver Menschen eine ländliche und naturnahe Umgebung in der Tat notwendige Voraussetzung ihres Schaffens ist.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://gregorbrand.twoday.net/topics/Goethe&quot;&gt;Goethe&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-21T12:06:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://gregorbrand.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
