Kiffen und Ankiffen
In den vergangenen Tagen ist mir gewissermaßen zweimal das Wort „kiffen“ begegnet, wobei es weder in dem einen noch in dem anderen Fall etwas mit Drogen zu tun hatte. Zuerst las ich bei einer französischen Facebook-Freundin den – an ihre kleine Tochter gerichteten – liebevollen Satz: "Je te kiffe!" Mittlerweile ist das hier von Johanna Marx Bansard verwendete und aus dem Arabischen stammende Wort als Verb „kiffer“ mit der Bedeutung „lieben, sehr mögen“ zumindest in die französische Umgangssprache eingedrungen, wo es wohl immer stärker „adorer“ verdrängt.
Die zweite Verwendung fand ich bei J. W. Goethe, der in einem Brief an J. G. Herder einmal das Verb „ankiffen“ benutzte, was laut Goethe-Wörterbuch so viel wie „jemanden mit scheltenden Worten zurechtweisen, abkanzeln“ bedeutet und etymologisch dem heute noch gebräuchlichen „ankeifen“ verwandt ist.
Auch schon früheren Sprachphilosophen wie Wilhelm von Humboldt oder auch J. G. Herder gab es sicherlich öfters zu denken, dass ein im Grunde gleicher oder doch sehr ähnlicher Laut einmal etwas Negatives, in einer anderen Sprache dagegen etwas Positives ausdrücken kann. Dies spricht zunächst dafür, dass gleiche Laute nicht bei allen Menschen die gleichen Empfindungen hervorrufen, aber ich halte es für möglich und sogar wahrscheinlich halte, dass dies bei gewissen uralten – also evolutionär verwurzelten - Grundlauten doch hin und wieder der Fall ist.
Die zweite Verwendung fand ich bei J. W. Goethe, der in einem Brief an J. G. Herder einmal das Verb „ankiffen“ benutzte, was laut Goethe-Wörterbuch so viel wie „jemanden mit scheltenden Worten zurechtweisen, abkanzeln“ bedeutet und etymologisch dem heute noch gebräuchlichen „ankeifen“ verwandt ist.
Auch schon früheren Sprachphilosophen wie Wilhelm von Humboldt oder auch J. G. Herder gab es sicherlich öfters zu denken, dass ein im Grunde gleicher oder doch sehr ähnlicher Laut einmal etwas Negatives, in einer anderen Sprache dagegen etwas Positives ausdrücken kann. Dies spricht zunächst dafür, dass gleiche Laute nicht bei allen Menschen die gleichen Empfindungen hervorrufen, aber ich halte es für möglich und sogar wahrscheinlich halte, dass dies bei gewissen uralten – also evolutionär verwurzelten - Grundlauten doch hin und wieder der Fall ist.
gregorbrand - 11. Aug, 22:19