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    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus : Rubrik:Carl Schmitt</title>
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    <dc:publisher>nornepygge</dc:publisher>
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    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus</title>
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    <title>Die formierte Gesellschaft</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
In seiner im Jahr 2008 neu veröffentlichten Bochumer Dissertation aus dem Jahr 1989/90 &lt;i&gt;Der Beutewert des Staates. Carl Schmitt und der Pluralismus &lt;/i&gt;hat Rechtsanwalt Thor von Waldstein kurz auch auf das Modell der formierten Gesellschaft hingewiesen. Er sieht darin den Versuch, in den frühen 1960er Jahren der von ihm konstatierten Krise des real existierenden Pluralismus entgegenzusteuern. Sein zutreffendes Fazit: Der Versuch  scheiterte völlig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was der rechtsextreme Jurist von Waldstein hier nicht erwähnt, ist, dass dieses Konzept der formierten Gesellschaft gerade von dem Carl Schmitt-Schüler Rüdiger Altmann entwickelt worden war, auch wenn es in der Öffentlichkeit vor allem vom damaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard präsentiert wurde - der sich von dem Schmittianer Altmann beraten ließ. Interessante Bemerkungen zu diesem altmännischen Konzept finden sich neuerdings in der Biographie Torben Lütjens: &lt;i&gt;Karl Schiller (1911  19994). Superminister Willy Brandts &lt;/i&gt;(2007). Lütjen stellt darin den intellektuellen Ökonomen Karl Schiller als einen der wichtigsten und beredtesten Kritiker Erhards und der Idee der formierten Gesellschaft heraus. Prof. Schillers furiose Jungfernrede im Bundestag vom 29. November 1965 hatte dieses Konzept aufs Korn genommen. Für ihn war die antipluralistische Formel Ausdruck eines inneren, eines psychischen Vorganges, eines Entlastungsversuchs in der Person des Regierungschefs: Weg von den Händeln dieser Welt, Flucht deshalb in die Scheinwelt der ´formierten Gemütlichkeit´,in welcher das Schweigen der Entscheidungslosigkeit herrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist verständlich, dass Schiller hier in erster Linie den CDU-Bundeskanzler als den zentralen damaligen politischen Gegner angreift, aber er hätte ohne weiteres seinen Realitätsflucht-Vorwurf weiter fassen können. Denn haben nicht alle antipluralistischen Konzepte sehr viel mit derartigen inneren Entlastungsversuchen zu tun? Mit Sehnsucht nach einer Welt ohne Zwiespalt und alltägliche Gegensätze? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man Rüdiger Altmanns Begriff der formierten Gesellschaft  - auch sprachlich ein für die politische Auseinandersetzung völlig ungeeigneter Fehlgriff - letztlich auf schmittsche Gedankengänge zurückführt und sein auch von Thor von Waldsteins festgestelltes sang- und klangloses Scheitern betrachtet, so scheint sich zu bestätigen, was selbst der begeisterte CS-Anhänger von Waldstein am Schluss seiner Arbeit feststellen muss: &lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Als Vademecum zur Entwicklung bündiger Politikkonzepte taugen Schmitts Schriften ohnehin kaum. Wer politische Programme schreiben will, braucht Carl Schmitt nicht.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nützlich und wichtig kann auch das sein, was man nicht braucht.  &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://gregorbrand.twoday.net/topics/Carl+Schmitt&quot;&gt;Carl Schmitt&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-07-19T15:37:00Z</dc:date>
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    <title>Carl Schmitt und der erste Weltkrieg</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Zu den erfreulichsten Sätzen aus Carl Schmitts Tagebuch 1912  1915 gehören diejenigen gegen den erzunsinnigen Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. 10. 1914 schrieb er beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Beginn eines Aufsatzes: Krieg? Wo leben wir denn? Wir leben doch im Jahrhundert des Kindes!&lt;/cite&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
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    <title>Carl Schmitt und die Femininität</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Carl Schmitt, der berühmte Rechtsdenker, dessen Vorfahren überwiegend aus der Eifel stammten und unter dessen Verwandten manche Eifeler Lehrerin war, schrieb am 8. 8. 1914 in sein Tagebuch: &lt;i&gt;Stolz fuhr ich nach Köln in einem überfüllten Zug, ärgerte mich über ein paar dumme Lehrerinnen aus der Eifel, ging zu Cari.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit mögen diese hochsommerlichen Frauen in den ersten Weltkriegstagen den jungen Juristen geärgert haben? Wir werden es wohl nie wissen. Carl Schmitt notierte interessanterweise am gleichen Tag: &lt;i&gt;Wie ekelhaft feminin benehmen sich Kluxen und Däubler.  &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar waren Däubler, immerhin Schmitts Lieblingsdichter, und Kluxen Männer - und feminine Männer sind etwas ganz anderes als feminine Frauen, doch gibt es bei Schmitt durchaus häufiger Gedanken, in denen er Negatives mit Weiblichem engstens verbindet. So schreibt er am 16. 12. 1913 den bösen Satz: &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Fräulein Schneider zeigte ihr mädchenhafte Verschlagenheit und Scheinheiligkeit.&quot;&lt;/i&gt; Und doch trägt er auch am gleichen Tag in sein Tagebuch ein: &lt;i&gt;&quot;Ging abends resigniert nach Hause, wurde aber zu meiner Freude von Mädelchen geholt.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schmitt äußerte sich gerade in diesem Tagebuch, sichtlich angeregt von Otto Weininger, viel über Frauen und Weiblichkeit und, völlig jenseits von Weininger, vor allem sehr viel über seine wie eine Göttin verehrte Cari - die ihn heiratete und bald verließ.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://gregorbrand.twoday.net/topics/Carl+Schmitt&quot;&gt;Carl Schmitt&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-02-13T10:53:00Z</dc:date>
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    <title>Carl Schmitt und die jüdischen Intellektuellen</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Ernst Hüsmert schreibt in der Einleitung zu den von ihm herausgegebenen Tagebüchern Carl Schmitts (Oktober 1912 bis Februar 1915):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Carl Schmitt wirkte in seinem geistreichen Gehabe offenbar überaus anziehend auf intellektuelle Juden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck vom geistreichen Gehabe ist hier wenig glücklich gewählt und man kann sich eigentlich nur wundern, dass ein Schmitt-Freund und Fan wie Hüsmert gegenüber dem Meister einen so abwertenden Ausdruck gebraucht. Aber vielleicht wollte er damit weniger Schmitt abwerten als vielmehr die intellektuellen Juden. Dass jüdische Intellektuelle sich angeblich weniger zu Geist als vielmehr zu geistreichem Gehabe hingezogen fühlen, haben schon manche geäußert, die jüdischen Intellektuellen gegenüber so kritisch waren, wie sie es besser auch nichtjüdischen gegenüber gewesen wären. Ich selbst glaube, dass Carl Schmitts brillanter Intellekt auf ähnlich veranlagte Juden diejenige bemerkenswerte Anziehungskraft ausübte, die von Hochintelligenten oft auf andere Hochintelligente ausgeht. Diese seltsame Sympathie wirkt aber selbstverständlich nur, wenn man es mit unbefangen aufnehmender Intelligenz zu tun hat. Vorurteile können jede natürliche Anziehungskraft zerstören oder gar nicht erst entstehen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schmitt war gegenüber einigen der wichtigsten seiner zeitgenössischen jüdischen  aber auch nichtjüdischen -  Intellektuellen wenig gnädig, wie man seinem Tagebuch entnehmen kann. Er stellte nicht nur fest, &quot;&lt;i&gt;dass Freud ein Schwein ist&lt;/i&gt;&quot;, sondern formulierte am 23. Oktober 1912 auch den unchristlichen und unheilvollen Gedanken: &lt;i&gt;Ist etwa der Mozart nicht mehr wert als viele Simmel und 10 000 Rathenaus?     &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
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