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    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus : Rubrik:Carl Schmitt</title>
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    <dc:publisher>nornepygge</dc:publisher>
    <dc:creator>nornepygge</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-09T20:43:48Z</dc:date>
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    <title>Gregor Brand - Liber Philosophicus</title>
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    <title>Die Flüche der Synagoge</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Carl Schmitt wird gern und häufig als Antisemit dargestellt. Gewiss war er zu manchen Zeiten seines langen Lebens antijüdisch eingestellt. Konnte es eigentlich für einen, der das Judentum ernst nahm und kein Jude war, grundlegend anders sein? Müsste man nicht denjenigen, der die jüdische Religion ernst nimmt und vorgibt, nichts gegen das Judentum zu haben, fragen, warum er dann nicht zum Judentum konvertiert? Carl Schmitt kann man vorhalten, in seinen oft langen antijüdischen Momenten seine Ablehnung des Judentums wie ein enttäuschter Liebender entschieden und irrational übertrieben zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gleiche Schmitt hat bei anderer Gelgenheit dagegen sogar die &quot;Flüche der Synagoge&quot; gerechtfertigt und den herrschenden jüdischen Institutionen gegenüber einem jüdischen Abweichler Recht gegeben. Dieser Abweichler ist natürlich niemand anders als der große Spinoza, dessen Gleichsetzung von Gott und Natur Carl Schmitt zutiefst empört und verstört hat. Wenn sich Schmitt in dieser Frage gegen Spinoza wendet, dann stellt er sich zugleich gegen den spinozistischen Goethe. Ich finde: Sowohl Spinoza als auch Goethe haben weder die Flüche von Synagogen noch die Flüche von Kirchen und schon gar nicht die Flüche von Carl Schmitt verdient.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-16T00:22:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Carl Schmitts Wahrheit, ergänzt</title>
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    <description>Eine historische Wahrheit ist nur einmal wahr: immer.</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-17T20:33:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Carl Schmitt und Joseph A. Schumpeter</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5232594/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Günter Maschke, einer der besten Carl-Schmitt-Kenner überhaupt, hat in seinem höchst lektürewürdigen Beitrag Der ent-konkretisierte Carl Schmitt und die Besetzung der Rheinlande (Neunzehnte ETAPPE, Bonn 2006/2007, S. 34  59) auf die Auseinandersetzung Carl Schmitts mit Schumpeters Imperialismus-Theorie aufmerksam gemacht, die Schmitt in seinem Beitrag Die Rheinlande als Objekt internationaler Politik  und anderswo intensiv vornimmt. Nicht nur in der Sicht Maschkes sieht es ganz so aus, als sei Carl Schmitts Imperialismus-Begriff viel realitätshaltiger und damit politisch fruchtbarer, brisanter und aktueller als der Schumpeters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der wichtigen Auseinandersetzung Schmitts mit Schumpeter wird der Rechtsdenker in der neuen Schumpeter-Biographie von Annette Schäfer Die Kraft der schöpferischen Zerstörung (2008) nicht einziges Mal erwähnt. Und das, obwohl er zeitweise auch mit Schumpeter befreundet war und zweifellos zu den intellektuell herausragendsten Freunden Schumpeters gehörte. Obwohl Carl Schmitt zur Zeit in beinahe aller Intellektuellen Munde ist, sieht man an diesem einen Beispiel, dass er noch weit davon entfernt ist, ausgelotet zu sein.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-03T10:05:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Carl Schmitt und Kevin MacDonald</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5139109/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Carl Schmitt beschreibt in seiner 1938 erschienenen  und besonders im Schlussabschnitt geradezu hymnischen - Jubel-Schrift auf Thomas Hobbes Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes das Eindringen von Juden in die europäischen Nationen: &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
Jetzt aber, seit dem Wiener Kongreß, bricht die erste Generation emanzipierter junger Juden in breiter Front in die europäischen Nationen ein. Die jungen Rothschilds, Karl Marx, Börne, Heine, Meyerbeer und viele andere besetzen jeder sein Operationsgebiet in der Wirtschaft, Publizistik, Kunst und Wissenschaft.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeittypisch unverhüllt suggeriert Schmitts Wortwahl hier, in konventioneller antisemitischer Manier, einen zusammenhängenden und abgesprochenen jüdischen Plan, ein generalstabsmäßig organisiertes aggressives Vorgehen gegen die europäischen Nationen. Angesichts der von ihm genannten illustren Namen hätte sich meines Erachtens allerdings sofort die spannende Frage aufdrängen müssen, was denn diese Juden befähigte, so erfolgreich ihre Operationsgebiete zu besetzen. Musste es denn nicht als großes Mysterium erscheinen: Scheinbar wie aus dem Nichts heraus treten Juden, die jahrhunderte- und jahrtausendelang Verfolgten und Randfiguren in den europäischen Nationen, auf einmal als die großen Meister der europäischen Gesellschaft in Wirtschaft,  Publizistik, Kunst und Wissenschaft hervor. Doch Carl Schmitt schweigt bemerkenswerterweise darüber, wie er sich dieses überaus erstaunliche Phänomen erklärt. Wissenswert wäre es auch gewesen, von Carl Schmitt zu erfahren, was denn den neuen jüdischen Einfluss inhaltlich von der großen jüdischen Beeinflussung früherer Jahrhunderte - abgesehen von der größeren allgemeinen Bekanntheit der &quot;neuen&quot; Juden gegenüber den einsameren jüdischen Denkern früherer Zeiten - unterscheidet. Hatten nicht auch schon mittealterliche und frühneuzeitliche Juden ihre so genannten &quot;Operationsgebiete&quot;? Immerhin stellte Schmitt in der gleichen Schrift beispielsweise fest, dass etwa der so bedeutende Staatsdenker Jean Bodin nicht nur jüdisch beeinflusst, sondern sogar abhängig war:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Bodinus ist hier möglicherweise durch die kabbalistischen und die sonstigen jüdischen Einflüsse bestimmt, von denen er zweifellos in stärkster Weise abhängig gewesen ist.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des 20. Jahrhunderts und nun im 21. Jahrhundert widmet sich ein amerikanischer Psychologe mit großem Fleiß und in wissenschaftlicher Absicht der Frage nach den Gründen des &quot;neuen&quot; jüdischen Einflusses. Kaum weniger einseitig und voreingenommen als Carl Schmitt in dieser Thematik, konstatiert der Katholik Kevin MacDonald gleich diesem mit dem beginnenden 19. Jahrhundert den plötzlichen Eintritt der Juden in die europäischen Nationen   nebenbei beinahe übersehend, dass Juden schon seit vielen Jahrhunderten bemerkenswert präsent und gestaltend im geistigen und physischen Europa waren. Im Unterschied zu Carl Schmitt widmet sich nun Kevin MacDonald gezielt der Ursachenforschung zum für beide auffälligen jüdischen Erfolg im 19. und 20. Jahrhundert. Seiner Ansicht nach haben eine über Jahrhunderte  rabbinisch herangezüchtete weit überdurchschnittliche Intelligenz und ein ebenso lang gewachsenes außerordentliches ethnisches Bewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl jüdische Macht und Einfluss möglich gemacht. In seiner Vorstellung vom angeblichen Hyperethnozentrismus der Juden wandelt MacDonald in den gleichen Spuren wie Schmitt mit seinen Andeutungen über jüdische Operationsgebiete. Aber es wäre gewiss falsch, in dem amerikanischen Psychologen ein weiteres Beispiel für einen von Schmitt Beeinflussten zu sehen und zu einem Aufsatz zu starten über Carl Schmitts Einfluss auf die moderne Evolutionspsychologie. Schmitt war sich immerhin noch bewusst, zumindest nicht in die Seele oder das innerste Bewusstsein seines damaligen Antilieblingsjuden Stahl blicken zu können  was er sehr bedauerte -, während MacDonald sich offenbar sicher ist, die geheimen und offenen Motive der angeblich so beneidenswert erfolgreichen Juden zu kennen.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-21T21:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/5122430/">
    <title>Carl Schmitt, Peter Drucker, Hans Kelsen</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5122430/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
In seiner im Jahr 2000 bei Suhrkamp veröffentlichten Dissertation Carl Schmitt und die Juden zählt Raphael Gross zahlreiche Juden auf, mit denen Carl Schmitt Kontakt hatte und teilweise sogar befreundet war. Die Nennung wirkt so, als sei sie abschließend, auch wenn Groß selbst diesen Anspruch nicht ausdrücklich erhebt. Zu den fehlenden, aber in diesem Zusammenhang zu nennenden Namen gehört auf jeden Fall auch derjenige des Wieners Peter Drucker. Drucker, der sich als Mangementdenker nach dem Zweiten Weltkrieg einen überragenden Namen verschaffte, hat Carl Schmitt gegen Ende der Weimarer Republik persönlich kennengelernt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.peterdrucker.at/de/bio/bio_05.html&quot;&gt;www.peterdrucker.at/de/bio/bio_05.html&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Die hilfsbereite Art und Weise, in der Carl Schmitt dem jungen österreichischen Juristen und Publizisten gegenübergetreten ist, fügt sich in das rätselhafte Bild, das nicht nur Raphael Gross, sondern vielen anderen zu schaffen gemacht hat: Wie passt dieser persönlich freundliche Umgang gegenüber einem Juden zu den vielen antisemitischen Äußerungen Carl Schmitts und zu seiner katholisch-antijudaistischen Grundhaltung? Dabei kann wohl davon ausgegangen werden, dass Schmitt wusste, dass Drucker Jude war. Ob ihm allerdings auch bekannt war, dass ausgerechnet sein großer Gegenspieler Hans Kelsen der Ehemann von Druckers Tante war, erscheint mir dagegen zweifelhaft. Dies um so mehr, als Drucker mit Kelsens Ruhm nicht gerade hausieren ging. In seinem biographischen Bestseller Schlüsseljahre. Stationen meines Lebens (Original: Adventures of a Bystander, 1979) erwähnt er noch nicht einmal Kelsens Nachnamen, sondern schreibt lediglich von dem weltweit bekannten Juristen in lächelndem Understatement als von seinem Onkel Hans, der ein hervorragender Rechtsgelehrter war und einer der großen Rechtsgelehrten in Berkely. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Schmitt diese Verwandtschaft bekannt gewesen wäre  die Veröffentlichung der schmittschen Tagebücher aus jener Zeit wird vielleicht Aufschluss darüber bringen -, dann würde sein Umgang mit Peter Drucker ein interessantes Schlaglicht auf seinen Charakter werfen. Immerhin war Druckers Onkel Kelsen ein Mensch, den Schmitt zutiefst gehasst hat. In seinem Glossarium-Eintrag vom 11. 6. 1948 beispielsweise ist Kelsen  der emigrieren musste, um nicht wie seine europäischen Mitjuden ermordet zu werden  in einer grotesken Umkehr der Realität für den Ex-Staatsrat Schmitt einer der Vernichter, Ausrotter, Ausradierer und Zertreter und erinnert ihn an die kleinen Gehilfen in den Höllen des Hieronymus Bosch.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Zwischenbemerkung: Die Kelsen-Bemerkungen finden sich mit wenigen Änderungen in einem Brief vom gleichen Tag an Ernst Jünger wieder. Zu den Unterschieden gehört der, dass im &quot;Glossarium&quot;-Eintrag, der vielleicht dem Brief zeitlich kurz vorausging, Ernst Jünger direkt als &quot;großer Entologe [sic!]&quot; angesprochen und Spinoza ohne jedes weitere Adjektiv genannt wird, während umgekehrt im Brief an Jünger &quot;der grosse Spinoza&quot; dem nun schlichten &quot;Sie, als Entomologe&quot; gegenübersteht. Ob es sich hier um bewusst vorgenommene Änderungen handelt, bleibt vorerst ungewiss, aber vielleicht sind sie als unbewusste sogar noch aufschlussreicher. Dass der schmittsche Glossarium-Jünger durchaus ein anderer als der schmittsche Brief-Jünger ist, ist ja bekannt und zeigt sich in kaum merklicher Weise auch hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nun wieder auf Peter Drucker zurückzukommen, so hat ihn Carl Schmitt auch in der Nachkriegszeit nicht vergessen. Im Glossarium-Eintrag vom 25. 9. 47 zitiert er aus dessen Buch The end of economic man  the origins of totalitarianism (1939) die druckersche Erkenntnis: totalitarism must invent new personifications of new demons. In comparison with the Jews, even the communists are of doubtful value as demonic enemies.  Weiter heißt es dann im &quot;Glossarium&quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Denn Juden bleiben immer Juden. Während der Kommunist sich bessern und ändern kann. Das hat nichts mit nordischer Rasse usw. zu tun. Gerade der assimilierte Jude ist der wahre Feind. Es hat gar keinen Zweck, die Parole der Weisen von Zion als falsch zu beweisen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Raithel hatte seinerzeit in einem sehr verdienstvollen FAZ-Leserbrief darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser Aussage - entgegen dem äußeren Anschein in der &quot;Glossarium&quot;-Ausgabe - nicht um einen Kommentar Schmitts, sondern um ein Weiterzitieren Peter Druckers handelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://gregorbrand.twoday.net/files/RaithelFAZ/&quot;&gt;RaithelFAZ&lt;/a&gt; (pdf, 102 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sagt Schmitt (allerdings scheint das Original-Manuskript an dieser Stelle sehr unleserlich zu sein) hier so wenig wie sonst, was Juden seiner Ansicht nach eigentlich sind.  Juden scheinen für Schmitt  wenn vielleicht auch nicht immer, so doch über lange Strecken seines Lebens - etwas geradezu Mythisches, Außermenschliches und  da nur negativ gesehen  Dämonisches zu sein. Sehr deutlich wird diese Sicht des Judentums in seinen Ausfällen gegen F. J. Stahl in den späten Dreißiger Jahren. Und da wiederum ist es vielleicht kein Zufall, dass Drucker  wie Schmitt wusste  gerade über diesen konvertierten Juden-Christen geschrieben hatte. In Druckers kleinem Werk über Friedrich Julius Stahl. Konservative Staatslehre und geschichtliche Entwicklung (1933) wird Stahl bei aller Kritik in Einzelfragen als als der Staatsphilosoph des Deutschen Reichs gewürdigt, dessen konservative Staatslehre nach Druckers Auffassung Grundlage des Staatslebens war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hätte Carl Schmitt wohl dazu gesagt, wenn er mitbekommen hätte, dass dieser Peter Drucker in der westlichen Welt in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Guru der Gurus  in Mangementfragen wurde? Er hätte möglicherweise wieder einmal fasziniert-verschreckt vor dieser von ihm als dämonisch wahrgenommenen Macht und Vielschichtigkeit des Judentums gestanden, die er sich letztlich nicht rational erklären konnte und die er  als &quot;grauenvoll&quot; empfand. Das wiederum ist kein Wunder bei einem Menschen, der die Bedeutung und den Zusammenhang von Intelligenz und Vererbung zeitlebens unterschätzte und sich damit wichtiger partieller Ansätze auch zur Erklärung des jüdischen Phänomens begab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a &gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-13T21:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/5112529/">
    <title>Der animalische Fluch</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5112529/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Hat Anima, die Tochter Carl Schmitts, ihre Großmutter Louise verflucht?  Es ist nicht bekannt. Dabei hätte es nie eine Anima gegeben, wäre es nach den Wünschen von Animas Großmutter gegangen. Denn Louise Schmitt geb. Steinlein wollte, dass ihr schlauer Erstgeborener katholischer Priester wird. Das hätte natürlich Zölibat bedeutet: Keine Anima, keinen spanischen Meeresbiologen Jorge Schmitt Otero - und viele andere Menschen hätten ebenfalls das Licht der Welt nicht erblicken dürfen und dürften es in alle Zukunft nicht.&lt;br /&gt;
Weswegen eigentlich dieser lebensverwehrende Berufswunsch der Mutter für den Sohn? Wegen der Seligkeit ihres Carl im Himmel kann es nicht sein, denn die ist ja auch nichtpriesterlichen Katholiken nicht verwehrt. Und die auf Erden auch nicht. Andere - nicht überzeugende - spirituelle Motive sind denkbar und wird es auch bei etlichen Eltern katholischer Priester gegeben haben. Möglicherweise haben aber auch äußerliche, statusbezogene Gründe bei dem Wunsch nach einem Priestersohn eine Rolle gespielt. Immerhin waren in der katholischen Welt, der Louise Steinlein entstammte, die Pfarrer noch Herren: In der Eifel, aus der Louise kam, wurde der katholische Pfarrer ehrfürchtig als Här bezeichnet und war die respektabelste Person in Dorf und Kleinstadt.  Aber dafür die Verhinderung neuen Lebens, neuer Kultur, in Kauf nehmen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder hat Louise Schmitt heimlich gehofft, ihr Sohn Carl werde sich, wenn er Priester sei, nach dem Vorbild anderer Steinlein-Priester die Freiheit nehmen, doch das ein oder andere uneheliche Kind zu zeugen? Ich halte solche Überlegungen bei der frommen Frau Schmitt für unwahrscheinlich. Der katholische Tradition entspräche es eher, anzunehmen, dass sie sich über nichtgeborene Priesterkinder überhaupt keine Gedanken machte. Selbst die Tatsache, dass in protestantischen Pfarrershäusern Jahr um Jahr Tausende hochbegabter Kinder und Kinderskinder geboren wurden, die die deutsche Kultur in unglaublichem Maß bereichert haben  hat sie je einen katholischen Theologen zu kritischen Reflexionen über die eigene Unfruchtbarkeit veranlasst? Und wenn sich die großen Köpfe der katholischen Kirche darum nicht geschert haben, warum sollte dies die gute Frau Schmitt getan haben?&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-08T18:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/5090752/">
    <title>Carl Schmitt und Moritz Bernstein</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5090752/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Wenn man auf den Lebensgang besonders intelligenter und kreativer Menschen einwirkt, können selbst private Entscheidungen den Lauf der Geschichte leicht und stark beeinflussen. Hätte infolge dieser oder jener Begebenheit das Leben Napoleons, Nietzsches oder Nabokovs eine andere Wendung genommen, wäre die Geschichte und speziell die Geschichte der Kultur anders verlaufen. Es gibt Grund zur Annahme, dass auch der ansonsten unbekannte Arzt Moritz Bernstein auf diese Weise in den Lauf des Weltdenkens eingegriffen hat. Bernstein war Jude und blieb es - zumindest nach orthodox jüdischer - Auffassung auch, als er vor seiner Hochzeit zum Protestantismus übertrat. Moritz Bernstein hatte vor dem Ersten Weltkrieg gute Aussichten, Schwiegervater jenes nun ein Jahrhundert später weltberühmten Carl Schmitt zu werden, der sich  geblendet von welchem Gott?  in den Irrgärten des Antisemitismus verlief.  Als Schmitt noch sehr jung war, verliebte er sich in Bernsteins musikalische Tochter Helene. Hätte Doktor Bernstein die Größe und Weitsicht besessen, den angehenden Juristen Schmitt nicht wegen dessen damaliger Mittellosigkeit zurückzuweisen, dann hätte dieser womöglich nicht nur alsbald lustvoll auf den Körper dieser jüdischstämmigen Protestantin ejakuliert statt  wie er in seinem Tagebuch festhielt  auf den seiner geliebten betrügerischen Cari, sondern die familiäre und emotionale Bindung zu einer  Konversion hin oder her  unzweifelhaft als Jüdin wahrgenommenen Frau hätte sein Denken dauerhaft in eine Richtung lenken können, die Lichtjahre entfernt ist von jener antijudaistischen Paranoia, wie sie irgendwann für Schmitt kennzeichnend wurde und wie sie am absurdesten in seinen Bemerkungen über Friedrich Julius Stahl nach außen tritt.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-28T20:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/5069509/">
    <title>Die formierte Gesellschaft</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/5069509/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
In seiner im Jahr 2008 neu veröffentlichten Bochumer Dissertation aus dem Jahr 1989/90 &lt;i&gt;Der Beutewert des Staates. Carl Schmitt und der Pluralismus &lt;/i&gt;hat Rechtsanwalt Thor von Waldstein kurz auch auf das Modell der formierten Gesellschaft hingewiesen. Er sieht darin den Versuch, in den frühen 1960er Jahren der von ihm konstatierten Krise des real existierenden Pluralismus entgegenzusteuern. Sein zutreffendes Fazit: Der Versuch  scheiterte völlig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was der rechtsextreme Jurist von Waldstein hier nicht erwähnt, ist, dass dieses Konzept der formierten Gesellschaft gerade von dem Carl Schmitt-Schüler Rüdiger Altmann entwickelt worden war, auch wenn es in der Öffentlichkeit vor allem vom damaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard präsentiert wurde - der sich von dem Schmittianer Altmann beraten ließ. Interessante Bemerkungen zu diesem altmännischen Konzept finden sich neuerdings in der Biographie Torben Lütjens: &lt;i&gt;Karl Schiller (1911  19994). Superminister Willy Brandts &lt;/i&gt;(2007). Lütjen stellt darin den intellektuellen Ökonomen Karl Schiller als einen der wichtigsten und beredtesten Kritiker Erhards und der Idee der formierten Gesellschaft heraus. Prof. Schillers furiose Jungfernrede im Bundestag vom 29. November 1965 hatte dieses Konzept aufs Korn genommen. Für ihn war die antipluralistische Formel Ausdruck eines inneren, eines psychischen Vorganges, eines Entlastungsversuchs in der Person des Regierungschefs: Weg von den Händeln dieser Welt, Flucht deshalb in die Scheinwelt der ´formierten Gemütlichkeit´,in welcher das Schweigen der Entscheidungslosigkeit herrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist verständlich, dass Schiller hier in erster Linie den CDU-Bundeskanzler als den zentralen damaligen politischen Gegner angreift, aber er hätte ohne weiteres seinen Realitätsflucht-Vorwurf weiter fassen können. Denn haben nicht alle antipluralistischen Konzepte sehr viel mit derartigen inneren Entlastungsversuchen zu tun? Mit Sehnsucht nach einer Welt ohne Zwiespalt und alltägliche Gegensätze? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man Rüdiger Altmanns Begriff der formierten Gesellschaft  - auch sprachlich ein für die politische Auseinandersetzung völlig ungeeigneter Fehlgriff - letztlich auf schmittsche Gedankengänge zurückführt und sein auch von Thor von Waldsteins festgestelltes sang- und klangloses Scheitern betrachtet, so scheint sich zu bestätigen, was selbst der begeisterte CS-Anhänger von Waldstein am Schluss seiner Arbeit feststellen muss: &lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Als Vademecum zur Entwicklung bündiger Politikkonzepte taugen Schmitts Schriften ohnehin kaum. Wer politische Programme schreiben will, braucht Carl Schmitt nicht.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nützlich und wichtig kann auch das sein, was man nicht braucht.  &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-19T15:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://gregorbrand.twoday.net/stories/4825584/">
    <title>Carl Schmitt und der erste Weltkrieg</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/4825584/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Zu den erfreulichsten Sätzen aus Carl Schmitts Tagebuch 1912  1915 gehören diejenigen gegen den erzunsinnigen Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. 10. 1914 schrieb er beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Beginn eines Aufsatzes: Krieg? Wo leben wir denn? Wir leben doch im Jahrhundert des Kindes!&lt;/cite&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-30T19:49:00Z</dc:date>
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    <title>Carl Schmitt und die Femininität</title>
    <link>http://gregorbrand.twoday.net/stories/4701669/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Carl Schmitt, der berühmte Rechtsdenker, dessen Vorfahren überwiegend aus der Eifel stammten und unter dessen Verwandten manche Eifeler Lehrerin war, schrieb am 8. 8. 1914 in sein Tagebuch: &lt;i&gt;Stolz fuhr ich nach Köln in einem überfüllten Zug, ärgerte mich über ein paar dumme Lehrerinnen aus der Eifel, ging zu Cari.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit mögen diese hochsommerlichen Frauen in den ersten Weltkriegstagen den jungen Juristen geärgert haben? Wir werden es wohl nie wissen. Carl Schmitt notierte interessanterweise am gleichen Tag: &lt;i&gt;Wie ekelhaft feminin benehmen sich Kluxen und Däubler.  &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar waren Däubler, immerhin Schmitts Lieblingsdichter, und Kluxen Männer - und feminine Männer sind etwas ganz anderes als feminine Frauen, doch gibt es bei Schmitt durchaus häufiger Gedanken, in denen er Negatives mit Weiblichem engstens verbindet. So schreibt er am 16. 12. 1913 den bösen Satz: &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Fräulein Schneider zeigte ihr mädchenhafte Verschlagenheit und Scheinheiligkeit.&quot;&lt;/i&gt; Und doch trägt er auch am gleichen Tag in sein Tagebuch ein: &lt;i&gt;&quot;Ging abends resigniert nach Hause, wurde aber zu meiner Freude von Mädelchen geholt.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schmitt äußerte sich gerade in diesem Tagebuch, sichtlich angeregt von Otto Weininger, viel über Frauen und Weiblichkeit und, völlig jenseits von Weininger, vor allem sehr viel über seine wie eine Göttin verehrte Cari - die ihn heiratete und bald verließ.&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
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    <dc:date>2008-02-13T10:53:00Z</dc:date>
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    <title>Carl Schmitt und die jüdischen Intellektuellen</title>
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    <description>&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;
Ernst Hüsmert schreibt in der Einleitung zu den von ihm herausgegebenen Tagebüchern Carl Schmitts (Oktober 1912 bis Februar 1915):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Carl Schmitt wirkte in seinem geistreichen Gehabe offenbar überaus anziehend auf intellektuelle Juden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck vom geistreichen Gehabe ist hier wenig glücklich gewählt und man kann sich eigentlich nur wundern, dass ein Schmitt-Freund und Fan wie Hüsmert gegenüber dem Meister einen so abwertenden Ausdruck gebraucht. Aber vielleicht wollte er damit weniger Schmitt abwerten als vielmehr die intellektuellen Juden. Dass jüdische Intellektuelle sich angeblich weniger zu Geist als vielmehr zu geistreichem Gehabe hingezogen fühlen, haben schon manche geäußert, die jüdischen Intellektuellen gegenüber so kritisch waren, wie sie es besser auch nichtjüdischen gegenüber gewesen wären. Ich selbst glaube, dass Carl Schmitts brillanter Intellekt auf ähnlich veranlagte Juden diejenige bemerkenswerte Anziehungskraft ausübte, die von Hochintelligenten oft auf andere Hochintelligente ausgeht. Diese seltsame Sympathie wirkt aber selbstverständlich nur, wenn man es mit unbefangen aufnehmender Intelligenz zu tun hat. Vorurteile können jede natürliche Anziehungskraft zerstören oder gar nicht erst entstehen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schmitt war gegenüber einigen der wichtigsten seiner zeitgenössischen jüdischen  aber auch nichtjüdischen -  Intellektuellen wenig gnädig, wie man seinem Tagebuch entnehmen kann. Er stellte nicht nur fest, &quot;&lt;i&gt;dass Freud ein Schwein ist&lt;/i&gt;&quot;, sondern formulierte am 23. Oktober 1912 auch den unchristlichen und unheilvollen Gedanken: &lt;i&gt;Ist etwa der Mozart nicht mehr wert als viele Simmel und 10 000 Rathenaus?     &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>gregorbrand</dc:creator>
    <dc:subject>Carl Schmitt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gregorbrand</dc:rights>
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