Carl Schmitt und Joseph A. Schumpeter
Günter Maschke, einer der besten Carl-Schmitt-Kenner überhaupt, hat in seinem höchst lektürewürdigen Beitrag „Der ent-konkretisierte Carl Schmitt und die Besetzung der Rheinlande“ (Neunzehnte ETAPPE, Bonn 2006/2007, S. 34 – 59) auf die Auseinandersetzung Carl Schmitts mit Schumpeters Imperialismus-Theorie aufmerksam gemacht, die Schmitt in seinem Beitrag „Die Rheinlande als Objekt internationaler Politik“ und anderswo intensiv vornimmt. Nicht nur in der Sicht Maschkes sieht es ganz so aus, als sei Carl Schmitts Imperialismus-Begriff viel realitätshaltiger und damit politisch fruchtbarer, brisanter und aktueller als der Schumpeters.
Trotz der wichtigen Auseinandersetzung Schmitts mit Schumpeter wird der Rechtsdenker in der neuen Schumpeter-Biographie von Annette Schäfer „Die Kraft der schöpferischen Zerstörung“ (2008) nicht einziges Mal erwähnt. Und das, obwohl er zeitweise auch mit Schumpeter befreundet war und zweifellos zu den intellektuell herausragendsten Freunden Schumpeters gehörte. Obwohl Carl Schmitt zur Zeit in beinahe aller Intellektuellen Munde ist, sieht man an diesem einen Beispiel, dass er noch weit davon entfernt ist, ausgelotet zu sein.
Trotz der wichtigen Auseinandersetzung Schmitts mit Schumpeter wird der Rechtsdenker in der neuen Schumpeter-Biographie von Annette Schäfer „Die Kraft der schöpferischen Zerstörung“ (2008) nicht einziges Mal erwähnt. Und das, obwohl er zeitweise auch mit Schumpeter befreundet war und zweifellos zu den intellektuell herausragendsten Freunden Schumpeters gehörte. Obwohl Carl Schmitt zur Zeit in beinahe aller Intellektuellen Munde ist, sieht man an diesem einen Beispiel, dass er noch weit davon entfernt ist, ausgelotet zu sein.
gregorbrand - 3. Okt, 12:05