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Die Eifel und die Sowjetunion


Einen aus Eifeler Sicht grandiosen Satz hat der frühere Hörfunk-Korrespondent Hans-Peter Riese in seinem Nachruf auf Alexander Solschenizyn (FAZ vom 5. 8. 2008) formuliert: „Der Kampf gegen den Kreml begann in der Eifel …“. Die historische Gerechtigkeit gebietet es, darauf hinzuweisen, dass auch der Anfang der Macht dieses roten Kremls eng mit der Eifel verbunden ist: Karl Marx wurde in Trier, also am Rand der Eifel, geboren und in seinen geistig prägenden Jahren war er von überwiegend Eifeler Mitschülern umgeben. Sein wichtigster Lehrer am Trierer Gymnasium war der Deutschlehrer und Rektor dieser Schule, der Eifeler Gelehrte Johann Hugo Wyttenbach aus jenem Eifeler Dorf Bausendorf, in dem anderthalb Jahrhunderte später Johann Schmitt geboren wurde, der Vater jenes emeinenten Carl Schmitt, der mit seiner Großraumlehre von manchen auch als geistiger Vater der Breschnew-Doktrin angesehen wurde. Also von Marx bis Solschenizyn: Der Kreml im Spannungsfeld einer deutschen Region, die vermutlich noch nicht einmal Stalin, seiner Millionen Spitzel und Geheimdienstleute zum Trotz, gekannt hat.

Gregor Brand - Aphoristiker & Philosoph

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