Carl Schmitt und die jüdischen Intellektuellen
Ernst Hüsmert schreibt in der Einleitung zu den von ihm herausgegebenen Tagebüchern Carl Schmitts (Oktober 1912 bis Februar 1915):
„Carl Schmitt wirkte in seinem geistreichen Gehabe offenbar überaus anziehend auf intellektuelle Juden.“
Der Ausdruck vom „geistreichen Gehabe“ ist hier wenig glücklich gewählt und man kann sich eigentlich nur wundern, dass ein Schmitt-Freund und Fan wie Hüsmert gegenüber dem Meister einen so abwertenden Ausdruck gebraucht. Aber vielleicht wollte er damit weniger Schmitt abwerten als vielmehr die intellektuellen Juden. Dass jüdische Intellektuelle sich angeblich weniger zu Geist als vielmehr zu geistreichem Gehabe hingezogen fühlen, haben schon manche geäußert, die jüdischen Intellektuellen gegenüber so kritisch waren, wie sie es besser auch nichtjüdischen gegenüber gewesen wären. Ich selbst glaube, dass Carl Schmitts brillanter Intellekt auf ähnlich veranlagte Juden diejenige bemerkenswerte Anziehungskraft ausübte, die von Hochintelligenten oft auf andere Hochintelligente ausgeht. Diese seltsame Sympathie wirkt aber selbstverständlich nur, wenn man es mit unbefangen aufnehmender Intelligenz zu tun hat. Vorurteile können jede natürliche Anziehungskraft zerstören oder gar nicht erst entstehen lassen.
Carl Schmitt war gegenüber einigen der wichtigsten seiner zeitgenössischen jüdischen – aber auch nichtjüdischen - Intellektuellen wenig gnädig, wie man seinem Tagebuch entnehmen kann. Er stellte nicht nur fest, "dass Freud ein Schwein ist", sondern formulierte am 23. Oktober 1912 auch den unchristlichen und unheilvollen Gedanken: „Ist etwa der Mozart nicht mehr wert als viele Simmel und 10 000 Rathenaus?“
„Carl Schmitt wirkte in seinem geistreichen Gehabe offenbar überaus anziehend auf intellektuelle Juden.“
Der Ausdruck vom „geistreichen Gehabe“ ist hier wenig glücklich gewählt und man kann sich eigentlich nur wundern, dass ein Schmitt-Freund und Fan wie Hüsmert gegenüber dem Meister einen so abwertenden Ausdruck gebraucht. Aber vielleicht wollte er damit weniger Schmitt abwerten als vielmehr die intellektuellen Juden. Dass jüdische Intellektuelle sich angeblich weniger zu Geist als vielmehr zu geistreichem Gehabe hingezogen fühlen, haben schon manche geäußert, die jüdischen Intellektuellen gegenüber so kritisch waren, wie sie es besser auch nichtjüdischen gegenüber gewesen wären. Ich selbst glaube, dass Carl Schmitts brillanter Intellekt auf ähnlich veranlagte Juden diejenige bemerkenswerte Anziehungskraft ausübte, die von Hochintelligenten oft auf andere Hochintelligente ausgeht. Diese seltsame Sympathie wirkt aber selbstverständlich nur, wenn man es mit unbefangen aufnehmender Intelligenz zu tun hat. Vorurteile können jede natürliche Anziehungskraft zerstören oder gar nicht erst entstehen lassen.
Carl Schmitt war gegenüber einigen der wichtigsten seiner zeitgenössischen jüdischen – aber auch nichtjüdischen - Intellektuellen wenig gnädig, wie man seinem Tagebuch entnehmen kann. Er stellte nicht nur fest, "dass Freud ein Schwein ist", sondern formulierte am 23. Oktober 1912 auch den unchristlichen und unheilvollen Gedanken: „Ist etwa der Mozart nicht mehr wert als viele Simmel und 10 000 Rathenaus?“
gregorbrand - 10. Feb, 22:53