Der intelligenteste Mensch?
Vor rund 50 Jahren erschien die damals und lange danach hoch beachtete Biographie Friedrich Sieburgs über Napoleon. Was mir vor Jahren schon schon beim erstmaligen Lesen besonders im Gedächtnis blieb, ist Siebergs extremes Lob der Intelligenz Napoleons beziehungsweise sein Lob der extremen Intelligenz des französischen Konsuls und Kaisers. Napoleon war für den durchaus nüchtern schreibenden Friedrich Sieburg „der intelligenteste Mensch, den die moderne Geschichte kennt“. Diese superlativische Einschätzung greift er in immer neuen Wendungen auf, so etwa, wenn er von der „Riesenintelligenz“ Napoleons spricht oder bemerkt:
„Er ist ganz Vernunft, ganz Intelligenz, ganz Berechnung. ...Sein Verstand ist die einzige Hilfsquelle, aber es ist die größte, die je einem Sterblichen zur Verfügung stand.“
Wenn an dieser Einschätzung auch nur halbwegs etwas Wahres ist, dann müsste Napoleon in weit stärkerem Maß als bisher Forschungsgegenstand von Psychologie und Biologie allgemein und Intelligenzforschung speziell werden. Ebenso wäre eine erneute und vertiefte philosophische Betrachtung seiner Persönlichkeit vonnöten, denn keine Philosophie darf am Studium eines Menschen vorbeigehen, bei dem gerade diejenige Eigenschaft, die Menschen von Tieren am markantesten unterscheidet, derart stark ausgeprägt ist.
„Er ist ganz Vernunft, ganz Intelligenz, ganz Berechnung. ...Sein Verstand ist die einzige Hilfsquelle, aber es ist die größte, die je einem Sterblichen zur Verfügung stand.“
Wenn an dieser Einschätzung auch nur halbwegs etwas Wahres ist, dann müsste Napoleon in weit stärkerem Maß als bisher Forschungsgegenstand von Psychologie und Biologie allgemein und Intelligenzforschung speziell werden. Ebenso wäre eine erneute und vertiefte philosophische Betrachtung seiner Persönlichkeit vonnöten, denn keine Philosophie darf am Studium eines Menschen vorbeigehen, bei dem gerade diejenige Eigenschaft, die Menschen von Tieren am markantesten unterscheidet, derart stark ausgeprägt ist.
gregorbrand - 10. Okt, 12:40