Prophetie und Antiphilosophie
Richard Dawkins spricht in seinem Buch „Der Gotteswahn“ vom Gott des Alten Testamentes – und damit vor allem vom jüdischen Gott – als einem „psychotischen Übeltäter“. Diese drastische Charakterisierung lässt gewiss viele, die seit ihrer Kindheit gewöhnt sind, von Gott als „liebem Gott“ zu reden und an diese Vorstellung tiefe positive Emotionen knüpfen, zusammenzucken und in mehr oder minder lautem Protest aufschrecken.
Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang die Charakterisierung, die Rabbiner Leo Baeck (1873 – 1956) von den von ihm bewunderten und als religiöse Genies bejubelten Propheten Israels gegeben hat. In seinem apologetischen Werk „Das Wesen des Judentums“ betont er, dass diese Propheten keine Männer des Denkens und der Reflexion waren. Die jüdischen Propheten waren vielmehr geradezu Antiphilosophen, Antiwissenschaftler, Antigelehrte:
„Keine Philosophie und keine Theologie wollen sie bieten, weder um scharfsinnige Beweisführung noch um eine gelehrte Lösung religiöser Probleme ist es ihnen zu tun. Nichts ist das Ergebnis irgend welcher Forschung.“
Leo Baeck fasst das Auftreten dieser seltsamen Männer so zusammen:
„Nicht sie reden, sondern eine höhere, übermächtige Gewalt redet in ihnen.“
Angesichts dieser Zwanghaftigkeit kann es letztlich nicht verwundern, wenn ein solches unreflektiertes und unreflektierendes Reden, das von Baeck wie von vielen anderen Juden und Christen immer noch glorifiziert wird, von kritischeren und neutraleren Betrachtern hin und wieder mit einem Begriff wie „psychotisch“ verbunden wird.
Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang die Charakterisierung, die Rabbiner Leo Baeck (1873 – 1956) von den von ihm bewunderten und als religiöse Genies bejubelten Propheten Israels gegeben hat. In seinem apologetischen Werk „Das Wesen des Judentums“ betont er, dass diese Propheten keine Männer des Denkens und der Reflexion waren. Die jüdischen Propheten waren vielmehr geradezu Antiphilosophen, Antiwissenschaftler, Antigelehrte:
„Keine Philosophie und keine Theologie wollen sie bieten, weder um scharfsinnige Beweisführung noch um eine gelehrte Lösung religiöser Probleme ist es ihnen zu tun. Nichts ist das Ergebnis irgend welcher Forschung.“
Leo Baeck fasst das Auftreten dieser seltsamen Männer so zusammen:
„Nicht sie reden, sondern eine höhere, übermächtige Gewalt redet in ihnen.“
Angesichts dieser Zwanghaftigkeit kann es letztlich nicht verwundern, wenn ein solches unreflektiertes und unreflektierendes Reden, das von Baeck wie von vielen anderen Juden und Christen immer noch glorifiziert wird, von kritischeren und neutraleren Betrachtern hin und wieder mit einem Begriff wie „psychotisch“ verbunden wird.
gregorbrand - 10. Okt, 09:23