Henri Michaux, Quall und das finale Buch der alten Bundesrepublik Deutschland
Für Cioran war Henri Michaux der vielleicht intelligenteste Schriftsteller, den er kennenlernte. Hätte Cioran Recht, dann müsste der vielseitige Michaux intelligenter gewesen sein als Ernst Jünger, Eugène Ionesco, Saint-John Perse, Mircea Eliade und viele andere – eine beeindruckende Sache. Vielleicht ist es tatsächlich so gewesen, obwohl man allgemein gegenüber Urteilen von Cioran sehr skeptisch sein sollte.
Ich selbst habe Michaux nie persönlich getroffen. Dennoch ist er mir begegnet: Hermann-Josef Schüren hat sein Buch „Gestatten: Quall“ , das er 1990 im Gregor Brand Verlag veröffentlichte, eben diesem Henri Michaux „als Dank für seinen ‚Plume’ gewidmet“. Und er fügte dieser Widmung noch ein Zitat von Michaux hinzu: „Andere sind mehr für den inneren Monolog. Ich nicht. Mir ist Schlagen lieber.“
Die grotesken Geschichten um den unverwechselbaren Protagonisten Quall, waren das letzte Buch, das in der alten Bundesrepublik Deutschland erschienen ist. Kurz vor der Wiedervereinigung, am späten Herbstabend des 2. Oktober 1990, konnte ich die fertigen Exemplare in der Koblenzer Buchbinderei Kneip abholen. Somit gehört dieser feine 83-seitige Band mit der Titelzeichnung von Hans Hochhaus nicht nur seiner literarischen Qualität wegen, sondern auch aufgrund der genannten historischen Besonderheit zu den Büchern, die in deutschen Nachkriegsliteraturgeschichten unbedingt erwähnt werden sollten und die noch auf ganz lange Zeit hin beachtenswert sind.
Ich selbst habe Michaux nie persönlich getroffen. Dennoch ist er mir begegnet: Hermann-Josef Schüren hat sein Buch „Gestatten: Quall“ , das er 1990 im Gregor Brand Verlag veröffentlichte, eben diesem Henri Michaux „als Dank für seinen ‚Plume’ gewidmet“. Und er fügte dieser Widmung noch ein Zitat von Michaux hinzu: „Andere sind mehr für den inneren Monolog. Ich nicht. Mir ist Schlagen lieber.“
Die grotesken Geschichten um den unverwechselbaren Protagonisten Quall, waren das letzte Buch, das in der alten Bundesrepublik Deutschland erschienen ist. Kurz vor der Wiedervereinigung, am späten Herbstabend des 2. Oktober 1990, konnte ich die fertigen Exemplare in der Koblenzer Buchbinderei Kneip abholen. Somit gehört dieser feine 83-seitige Band mit der Titelzeichnung von Hans Hochhaus nicht nur seiner literarischen Qualität wegen, sondern auch aufgrund der genannten historischen Besonderheit zu den Büchern, die in deutschen Nachkriegsliteraturgeschichten unbedingt erwähnt werden sollten und die noch auf ganz lange Zeit hin beachtenswert sind.
gregorbrand - 10. Aug, 12:11