Nur Menschliches kann unmenschlich sein
Dass etwas dem Menschen eigentümlich ist, heißt noch lange nicht, dass es gut ist. So bezeichnete der große Amos Funkenstein provokativ - aber zu Recht - den Holocaust als "eminently human event" (Perceptions of Jewish History, 1993) und wandte sich damit zugleich gegen das so beliebte Reden von der Nichtbegreifbarkeit des Holocaust: "The Holocaust is neither incomprehensible nor meaningless. It was neither bestial nor indeed pagan."
Motto von Karl Marx war der von Terenz formulierte Gedanke: "Nihil humanum a me alienum puto." Wenn Marx wirklich nichts Menschliches fremd war und wenn der Holocaust tatsächllich "eminently human" war, war dann holocaustisches Denken auch eine Form marxschen Denkens? Hat sich dies am Ende in der blutigen Geschichte des obsiegenden Marxismus niedergeschlagen?
Fast schon untermenschlich wäre es, den Holocaust als übermenschlich anzusehen. Nietzsche wäre so etwas zuzutrauen gewesen.
Motto von Karl Marx war der von Terenz formulierte Gedanke: "Nihil humanum a me alienum puto." Wenn Marx wirklich nichts Menschliches fremd war und wenn der Holocaust tatsächllich "eminently human" war, war dann holocaustisches Denken auch eine Form marxschen Denkens? Hat sich dies am Ende in der blutigen Geschichte des obsiegenden Marxismus niedergeschlagen?
Fast schon untermenschlich wäre es, den Holocaust als übermenschlich anzusehen. Nietzsche wäre so etwas zuzutrauen gewesen.
gregorbrand - 2. Aug, 23:11