Amerikanische Selbstkritik
Der auf seine damals noch hauptsächlich nordisch geprägte Nation stolze Amerikaner Madison Grant - "der bekannte Vorkämpfer des Rassengedankens in den Vereinigten Staaten Amerikas" (Prof. Eugen Fischer im Vorwort zu Grants Buch) - schrieb in seinem informativen, wenn auch tendenziösen Werk über „Die Eroberung eines Kontinents“ („The Conquest of a Continent or the Expansion of Races in America“) zusammenfassend über die Besiedlung der Vereinigten Staaten:
„Das alles war vielleicht unvermeidbar, aber nie ist seit der Plünderung Galliens durch Cäsar ein so riesiges Gebiet in so kurzer Zeit ausgebeutet worden. Wahrscheinlich ist nie ein zerstörungswütigeres menschliches Wesen auf dem Schauplatz der Weltgeschichte aufgetreten als der amerikanische Pionier mit seiner Axt und seinem Gewehr.“
Diese kritische Betrachtung der amerikanischen Eroberungsgeschichte ist dem Autor von seinen Anhängern diesseits und jenseits des Atlantik offenbar nie übelgenommen worden. Man kann sich leicht vorstellen, zu welch wütenden Angriffen es dagegen geführt hätte, wenn von jüdischer Seite – etwa durch Susan Sontag – ein solcher Satz von der maximalen Destruktivität der Amerikaner formuliert worden wäre. In der Sache wäre eine Kritik an dieser Art Amerikanerkritik sogar berechtigt, denn um den finsteren ersten Platz in menschlichlicher Zerstörungswut können viele erfolgreich mit dem amerikanischen Pionier konkurrieren.
„Das alles war vielleicht unvermeidbar, aber nie ist seit der Plünderung Galliens durch Cäsar ein so riesiges Gebiet in so kurzer Zeit ausgebeutet worden. Wahrscheinlich ist nie ein zerstörungswütigeres menschliches Wesen auf dem Schauplatz der Weltgeschichte aufgetreten als der amerikanische Pionier mit seiner Axt und seinem Gewehr.“
Diese kritische Betrachtung der amerikanischen Eroberungsgeschichte ist dem Autor von seinen Anhängern diesseits und jenseits des Atlantik offenbar nie übelgenommen worden. Man kann sich leicht vorstellen, zu welch wütenden Angriffen es dagegen geführt hätte, wenn von jüdischer Seite – etwa durch Susan Sontag – ein solcher Satz von der maximalen Destruktivität der Amerikaner formuliert worden wäre. In der Sache wäre eine Kritik an dieser Art Amerikanerkritik sogar berechtigt, denn um den finsteren ersten Platz in menschlichlicher Zerstörungswut können viele erfolgreich mit dem amerikanischen Pionier konkurrieren.

Madison Grant (1865 - 1937)
gregorbrand - 23. Feb, 22:18