Wenn Gott so "lebensschützerisch" gesonnen wäre wie deutsche und internationale Katholiken und sonstige Christen - warum produziert er dann dauernd und mit nicht selten tückisch anmutender Kreativität bei Menschen überall auf der Welt Mutationen, die die vielfältigsten und oft sehr schmerzlichen Krankheiten und Leiden hervorrufen? Falls aber der liebe Gott nicht für die Krankheiten verantwortlich ist, dann braucht man ihn auch nicht wegen deren Heilung zu belangen. Steckt er jedoch - als allväterlicher und allmütterlicher Herr und Meister aller Dinge - ururheberisch hinter jeder Erkrankung jedes Menschen und jeden Insekts, wieso soll es dann ethisch-moralisch geboten sein, gegen diese göttlich-teuflische Art morbider Weltgestaltung anzugehen?
gregorbrand - 25. Nov, 08:59
Am 21. 12. 1989, einem Donnerstag in einem hyperhistorischen Jahr, schrieb ich in mein Tagebuch:
" Wenn die Neue Rechte sich auf Arnold Gehlen beruft, auf sein Konzept der Weltoffenheit, der organischen Mangelhaftigkeit, dann ist dies keine rechte, sondern eine linke Position. Das Machbare steht dann im Vordergrund, die Umwelt, die tabula rasa. Wenn solches als rechts verkauft wird, dann wird ein trojanisches Pferd konstruiert."
Von den gehlenschen Gedanken der Mängelhaftigkeit oder Mangelhaftigkeit des Menschen halte ich nach wie vor nichts; von dieser abschätzigen Beurteilung hat mich auch Odo Marquard nicht abbringen können. Und nur meine eigenen physischen Mängel hindern mich jetzt wie meistens, Gehlens gravierende gedankliche Mängel en detail aufzuzeigen und schriftlich zu beschreiben.
gregorbrand - 9. Nov, 21:30
Wenn es – wie schon von Novalis anformuliert – eine Weltfamilie gibt, sollte es dann nicht auch Weltmutter, Weltvater, Welttochter, Weltsohn, Welttante, Weltonkel, Weltgroßmutter, Weltopa und dergleichen mehr geben? Doch trotz all der vielen Weltmenschen um uns herum scheint noch nicht ansatzweise festzustehen, wen wir uns unter jenen vorstellen können. Es verhält sich hier wie mit der Heiligen Familie und anderen Familien: Familienmitglieder, die man nicht haben will, werden am liebsten gar nicht erst gedacht.
gregorbrand - 19. Okt, 14:15
Carl Schmitt wird gern und häufig als Antisemit dargestellt. Gewiss war er zu manchen Zeiten seines langen Lebens antijüdisch eingestellt. Konnte es eigentlich für einen, der das Judentum ernst nahm und kein Jude war, grundlegend anders sein? Müsste man nicht denjenigen, der die jüdische Religion ernst nimmt und vorgibt, nichts gegen das Judentum zu haben, fragen, warum er dann nicht zum Judentum konvertiert? Carl Schmitt kann man vorhalten, in seinen oft langen antijüdischen Momenten seine Ablehnung des Judentums wie ein enttäuschter Liebender entschieden und irrational übertrieben zu haben.
Der gleiche Schmitt hat bei anderer Gelgenheit dagegen sogar die "Flüche der Synagoge" gerechtfertigt und den herrschenden jüdischen Institutionen gegenüber einem jüdischen Abweichler Recht gegeben. Dieser Abweichler ist natürlich niemand anders als der große Spinoza, dessen Gleichsetzung von Gott und Natur Carl Schmitt zutiefst empört und verstört hat. Wenn sich Schmitt in dieser Frage gegen Spinoza wendet, dann stellt er sich zugleich gegen den spinozistischen Goethe. Ich finde: Sowohl Spinoza als auch Goethe haben weder die Flüche von Synagogen noch die Flüche von Kirchen und schon gar nicht die Flüche von Carl Schmitt verdient.
gregorbrand - 16. Okt, 02:22
Während meiner Schulzeit war mein Lieblingsschöngeist der Geist von Fußballnationaltrainer Helmut Schön.
gregorbrand - 16. Okt, 02:18
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über Forschungen des theoretischen Biologen Peter Turchin und des Althistorikers Walter Scheidel zur Bevölkerungsgeschichte des antiken Rom. Turchin und Scheidel hätten eine neue Methode zur Lösung des Rätsels, ob die damalige Bevölkerung zugenommen oder abgenommen habe, vorgestellt. Dazu heißt es, die neue Methode gehe davon aus, dass Zeiten von Krieg und Gewalt zweierlei Folgen haben: "Zum einen pflanzen die Menschen sich weniger fort, zum anderen neigen sie dazu, ihr Geld und ihre Wertsachen zu verstecken."
Was die erste These betrifft, so lässt sie sich in dieser Allgemeinheit keinesfalls vertreten. Wenn man sich beispielsweise in der Gegenwart die Bevölerungsentwicklung im Gaza-Streifen, der seit Jahrzehnten von enormen Konflikten und Gewalt geprägt wird, anschaut, so stellt man fest, dass dort dennoch eine geradezu extreme Bevölkerungszunahme stattgefunden hat. Auch in einer anderen Weltgegend, in Südostasien, hat die vietnamesische Bevölkerung während der Jahre des Vietnam-Krieges einen deutlichen Bevölkerungszuwachs erlebt. Als letztes von vielen weiteren möglichen Beispielen sei auf die Entwicklung in Afrika hingewiesen, wo es selbst in von Krisen und Bürgerkriegen heimgesuchten Staaten zu einer starken Vermehrung der Bevölkerung gekommen ist.
Das Vorhandensein von Not und Gewalt allein sagt also nichts darüber aus, wie sich die Bevölkerung entwickelt. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dies in der Antike anders gewesen ist. Die demographische Enwticklung hängt von vielen Faktoren ab, vor allem von der heute in westlichen Gesellschaften völlig unterschätzten Einstellung der Bevölkerung zu Kindern und Familiengröße. Dass beispielsweise zum Reformjudentum gehörende Menschen deutlich weniger Kinder haben als konservative Juden und diese wiederum weit weniger als ultraorthodoxe, hat weit mehr mit der jeweiligen religiösen Überzeugung zu tun als mit der materiellen Situation. Wenn Peter Turchin feststellt: "Es ist schwer vorstellbar, dass die Bevölekrung in einer solchen Zeit der Gewalt gewachsen ist", dann drückt er damit ein neuzeitliches religionsentfremdetes europäisches Denken aus, das sich - wie erwähnt - in keiner Weise pauschal auf alle Phasen der Geschichte übertragen lässt.
Fazit: Mit dem erwähnten Ansatz von Turchin und Scheidel lässt sich die Frage nach der antiken Bevölkerungsentwicklung nicht beantworten. Selbst wenn man unterstellt, dass ihre zweite Hypothese - mehr Schatz-und Münzfunde bedeuten Zeiten von Krisen und Gewalt - zutrifft, so sagt das nichts Zwingendes über die Bevölkerungsentwicklung in solchen Zeiten aus.
gregorbrand - 6. Okt, 10:53
Satan, scheinbar
schönster aller
Engel:
Bist doch nur ein
roter fiktiver
Bengel.
gregorbrand - 26. Sep, 22:32
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift
"Intelligence" (Volume 37, Issue 5, Pages 443-516, September-October 2009) sind wieder interessante Artikel zu finden. So beispielsweise die neuseeländische Studie
Dietary patterns and intelligence in early and middle childhood über den Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter Nahrungsmittel und der Intelligenzentwicklung. Bemerkenswert das Ergebnis, dass der tägliche Konsum von Margarine bei Kindern zu einer signifikanten Verminderung der Intelligenz führte, wohingegen der Konsum von Brot und sonstigen Getreideprodukten sowie Fisch einen merklichen Intelligenzanstieg bewirkte.
Dies hängt möglicherweise damit zusammen, dass verschiedene Arten von Nahrungsfetten und Ölen die Fett- und Cholesterinwerte im Gehirn unterschiedlich beeinflussen, wie beispielsweise eine türkische Arbeit aus dem Jahr 2007 zeigte:
Effect of diet oils on lipid levels of the brain of rats.
gregorbrand - 13. Sep, 22:55
Wenn jemand - wie in diesem Fall der englische Arzt und Schriftsteller Thomas Browne (1605 - 1682) - solche ausgezeichnten Neologismen in die Welt und Sprache setzt wie hallucination, inconsistent, antediluvian, electricity, locomotion, retrogression, precarious , dann kann er meiner perennierenden Bewunderung sicher sein, auch wenn er sich weder damals noch jetzt etwas dafür kaufen kann.
gregorbrand - 13. Sep, 00:17
Mehr als nur skeptische Distanzierung: Montaignes sephardische Ironie: "Je ne suis pas philosophe."
gregorbrand - 13. Sep, 00:05
Ich finde die deutsche Sprache wundervoll! Auch deshalb, weil es nach meinem Eindruck keine andere Sprache gibt, die neuen Gedanken und Begriffen weniger Hindernisse in den Weg legt, sondern sogar im Gegenteil dazu reizt, mit neugeformten Begriffen und Ausdrücken zugleich neue Weltphänomene sprachlich zu erfassen. Eines von Myriaden möglicher Exempel: Die auf "google" bezogenen Verbkreationen des frühen 3. Jahrtausends: entgooglen, zergooglen, nachgooglen, übergooglen, runtergooglen, vergooglen, abgooglen, vorgooglen, untergooglen und dergleichen mehr. So akkumuliert sich der Reichtum einer prä- und transtodesfugalen meisterlichen Sprache.
gregorbrand - 10. Sep, 18:53
Wenn in Gottesdiensten, im Konfirmationsunterricht oder bei katholischen Messen wieder salbungsvoll davon geredet wird, wie wunderbar Gott die Welt eingerichtet hat, darf man auch daran denken: Kohlmeisen picken Fledermäusen, die gerade aus dem Winterschlaf erwachen, die Köpfe auf und bekämpfen mit deren Fleisch und Blut dann die eigene Nahrungsnot.
Great tits bite off bats' heads
Ein Vorgang, der eigentlich mit seinem Töten und Getötetwerden in der Tierwelt nichts Besonderes darstellt, aber doch aufhorchen lässt, weil man beim munteren Zwitschern und Tirillieren von Singvögeln meistens nicht an solche Vorgänge denkt. Gerade unsere kleinen gefiederten Freunde haben zudem in der Geistes- und Kulturgeschichte schon oft manche zum Lob über die Schönheit und Lieblichkeit der Schöpfung und zum Preisen des Schöpfers veranlasst. Ich will mit diesem Hinweis auf die Kohlmeisen in Ungarn auch nicht - wie Schopenhauer dies angesichts der Weltgrausamkeit getan hat - behaupten, dass deswegen solches Gotteslob völlig unberechtigt ist - aber man muss dann doch diesen blutigen Teil des Weltlebens mitbedenken und einbeziehen.
gregorbrand - 10. Sep, 12:22
gregorbrand - 26. Aug, 14:26
Kriege, über die man ein Epos schreiben kann, sind militärisch nicht optimal geführt worden.
gregorbrand - 22. Aug, 11:43
Wenn die Gehirne kleiner werden, so kann die Kultur nur noch eine kurze Zeit lang größer werden.
gregorbrand - 22. Aug, 11:40
Wenn ich die Wahl hätte, jedes Detail der Zukunft der Menschen zu kennen oder aber ihrer Vergangenheit, so würde ich mich für die Kenntnis der Vergangenheit entscheiden. Hätte ich einen Finanzberater, so würde er mir allerdings etwas anderes empfehlen.
gregorbrand - 22. Aug, 11:23
In den vergangenen Tagen ist mir gewissermaßen zweimal das Wort „kiffen“ begegnet, wobei es weder in dem einen noch in dem anderen Fall etwas mit Drogen zu tun hatte. Zuerst las ich bei einer französischen Facebook-Freundin den – an ihre kleine Tochter gerichteten – liebevollen Satz: "Je te kiffe!" Mittlerweile ist das hier von Johanna Marx Bansard verwendete und aus dem Arabischen stammende Wort als Verb „kiffer“ mit der Bedeutung „lieben, sehr mögen“ zumindest in die französische Umgangssprache eingedrungen, wo es wohl immer stärker „adorer“ verdrängt.
Die zweite Verwendung fand ich bei J. W. Goethe, der in einem Brief an J. G. Herder einmal das Verb „ankiffen“ benutzte, was laut
Goethe-Wörterbuch so viel wie „jemanden mit scheltenden Worten zurechtweisen, abkanzeln“ bedeutet und etymologisch dem heute noch gebräuchlichen „ankeifen“ verwandt ist.
Auch schon früheren Sprachphilosophen wie Wilhelm von Humboldt oder auch J. G. Herder gab es sicherlich öfters zu denken, dass ein im Grunde gleicher oder doch sehr ähnlicher Laut einmal etwas Negatives, in einer anderen Sprache dagegen etwas Positives ausdrücken kann. Dies spricht zunächst dafür, dass gleiche Laute nicht bei allen Menschen die gleichen Empfindungen hervorrufen, aber ich halte es für möglich und sogar wahrscheinlich halte, dass dies bei gewissen uralten – also evolutionär verwurzelten - Grundlauten doch hin und wieder der Fall ist.
gregorbrand - 11. Aug, 22:19
Ich habe aus vielerlei Gründen vor Johann Wolfgang Goethe größte Hochachtung, unter anderem auch wegen seines überaus großen Wortschatzes, der wiederum in engstem ursächlichem Zusammenhang mit seiner Höchstintelligenz und seinem Wissensdrang steht. Wenn man sich diesen goetheanischen Wortschatz - wahrlich ein wahrer Schatz! - näher anschaut, fällt schnell auf, dass er viele seltene und viele heute ungebräuchliche Begriffe enthält. Das bedeutet nun, dass fast jeder sein Wissen und seine kristallisierte Intelligenz allein schon dadurch deutlich vergrößern könnte, dass er der Bedeutung von Goethe verwendeter Worte nachgeht. Aber ist das Leben nicht zu kurz für solche elitären Sperenzien? Ich bin sicher: Die richtige Antwort auf diese Frage ist in mindestens einem der rund 90 000 Goethe-Wörter verborgen.
Um einen Eindruck von dem eigentümlichen Wort- und Geistesschatz dieses Altdeutschen zu bekommen, will ich hier
einen ganz kleinen Ausschnitt aus seinen A-Wörtern präsentieren. Ich gehe dabei von den auf dieser Seite gesammelten Auflistung aus:
www.goethe-wortschatz.de/index.php?c=Goethe-Wörterbuch&sc=Goethe-Wörter
Diese habe ich ergänzt um ein paar weitere beispielhafte Ausdrücke aus dem für die ganze Thematik maßgeblichen Goethe-Wörterbuch, das mehr als eines Blickes wert ist:
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/gwb/wbgui
Jede dieser goetheanischen Vokabeln ist ein erhaltenswürdiges Geschöpf aus einer größeren Welt als sie den weitaus meisten Menschen bekannt ist. Die hiesige Auflistung beginnt mit einem geradezu güntergrassen Ausdruck und endet mit einem Wort, das nicht nur in der von Goethe ungeliebten, aber respektierten Mathematik eine große Rolle spielt:
Aalschlachten Aasgrube Abbadona Abbestellen Abbestellung Abbeten Abbé-Tracht Abbezahlen Abbiegen Abbieten Abbildungspunkt Abbinden Abbitte Abbitten Abblättern Abblätterung Abbläuen Abbleichen Abbleuen Abblühen Abborgen Abböschen Abbranlieren Abbraten Abbrechen Abbrechung Abbrennen Abdal Abdication abduften Abendasche Abepachter Aberglaube abfeimen Abfindungsquantum abgedroschen abgeschlappt abgesteilt Abgötterei Abgrundsding Abklatsch abkneipen Abläder abmüßigen Abolition Abracadabra abrascheln abrauchen Abrégé abschatten Abschiedshauch abschnellen abschnurren Abschreiber Absein Absolutist Abstich abstrus Absud absurditas abteufen Abtuung Abudantia abwallen abweifen Abwürfling Abyssinien Abzugsrösche Accouchieranstalt accusieren ach Achates Acheron Achromasie Achseltragen Achtelsregion Achtserklärung Adagium adamantin Addendum adiaphor adiposus Adjudikationsschein Adjunctum Adjuto Adlerei Admet Adminiculum Admissibiltät Admonition Adoptionsinstrument Adramelech Adrastea adversarius Advokatenstreich Aeneas aequivocus Aerarium aereus Aërolithenhaufen aevum Affabilität Äffchen Affektation Affenliebe Affiche Affirmation Afterrede Agave Aggregat Ägiditag Agioteur Agitation Ahasverus ahndevoll Ahndungsgeist Aisance Aischroskop ajustieren Akademie Akanthstaude akkomodieren Akkordarbeit akmh Akroterion Aktenbrei Aktie Aktrice Akyanoblepsie Akzeleration Alabaster Alchimistenfamilie aldobrandinisch Alimentationsquantum Alkmene All allbedingend Allbuntbesternte Allegat Allegorie Allegro Alleinigkeitslehre alleinseligmachend allerdurchlauchtigst Allerweltslandstraße Allgemeingeist Allgesang Allheit Allherzerweiternde alliebend alligieren Allodialherrschaft Allotria Allumfasser Allusion Alluvion Allvater allwaltend Almanachsritter Alraun Altan Altarscheue Altdeutschelei Alteration altertümeln Ältervater Altesse Altgeselle Altheidnischgesinnte Altochse altshandysch Altvordern Alveole Alzebric Amadis Amalgamation Amama Amant Amanuensis Amaryllis Amausa ambieren Ambrosia Ambrosiana Ameisenbemühung Amentum Amerika Amethyst Ameublement Amiant Ammazzament Ammeister Ammonshorn Amoroso Amortisationsfonds Amphibol amphigurisch Amphiktyonen Amran Amtsverweser Ämulation amykläisch Anachoret Anaglyphik Anagramm Anakatastasis Anakreon Analekten Analogie Analyse Anamorphose Ananas Anarchie Anastomose Anatolier Anatomiker anbannen Anbeter Anbiß Anchises Andachtswonne Andalusit andichten Andünstung anduten Anekdotenjagd Anemometer Anfrischung Anfuge Angantyr Angebung Angesang Anglanz Anglomanie angrinsen Anherkunft anherzaubern anhoffen anhuppen Anhydrid Animalisation animos Anisbau ankiffen ankirren anklecken ankörnen ankritzeln Anleitsherr anliebeln anlispeln Anmaßer Anmutung Annäherungsbrille Annalist annotieren Annuaire Anodynum Anonymus anpaaren anquarken Anschauung anscheinen anschielen anschmausen anschmunzen anschnurren anschwärzen Anspänner Anstand Ansteckhölzchen anstinken Anstößer ansturen Antagonist antarktisch antastlich antatschen Antäus antediluvianisch Antepirrhema Anteros Antherenstaub Anthropologie anthropomorphosieren antianarchisch antibaconisch Antichrist Antieulerianer Antigone Anti-Hegel Antihydorist Antiidentiker Antikaglien Antikchen antikisieren Antiklassiker Antilochus Antimonialstufe Antinewtonianismus Antinouskopf antiphlogistisch Antipode Antiquitätenkrämer antisexualistisch Antistes Antithese Antizipationsschein antoninisch antöten Antraigues *antrillern antrompeten antrum Anwünschung Anyten Aoide Äolipile Äolsharfe apanagieren Aperçu apex Apfelschimmel Aphelium Aphorismus Aphrodite Aplomb apokalyptisch apokryphisch apoldaisch Apoll Apolog Apologie Apophthegma Apophyse apoplektisch Apostelamt Apostrophe Apotheose Apparenz Appellant Appendix Apperzeption Applikation Appostzettel Approbation Approximation appuyieren Aprilsnarr apyrisch Aquatinta Äquator Arabeske Arafat Archädämon Architectonicus architektisch Archivexpedition Ardinghello Area Argonauten argutieren Arianer Aristeia Arkadiapatent Arkanum arktisch Armatole Armaturstück Armendeputation Armesünderstühlchen Armillarsphäre Armsinn Arnauten Arrak Arrestant Arrieregarde Arsis Artefakt Artigkeit Artikulationsfläche Äschel Aschenkrug Aschenzieher Asen Askalaphus Asmodi Aspersion Asphaltsee Asphodeloswiese Aspic aspirieren Asprian Assaraton Assassine assekurieren Assens Assiduität Assiette Assimilation Assistentendeputat Assoziation Asteriskus asthenisch Ästhetik ästimabel Asträa astralisch Astrologie astronomisch Asymtote atembar Äther atlassen Atmosphärilien Atomisterei Atossa Attachement Attitüde Attraktionstheorie Attrappe Auditeur aufblinzen aufborgen aufbrämen Aufflug aufgrünen aufhaschen aufhöhen Aufklärung Aufmutung aufmutzen aufplumpen aufrauschen Aufschnapper aufschnopern Aufschößling aufstutzen aufzacken Augboden Auge Augenblatt Augenblicksverhältnis Augenblitz Augendienerei Augenerscheinung Augengespenst Augenschmaus Augenstrahl Augentrost Augitglimmer Augpunkt Aura Aureole Auripigment Aurora ausantworten ausbalgen ausbangen ausbeuteln ausbossieren ausdünsten ausersinnen ausgären ausgebären Ausgeburt ausgegeistet ausgepicht ausgrübeln ausjammern ausklatschen ausknirschen auskrammen auslallen auslauern Auslegungslust ausmisten ausmitteln ausmünzen ausparieren Auspizien Ausputzer ausquälen ausreuten ausschattieren ausschmälen außersinnlich außerweltlich außerzeitig Aus sich Schöpfen aussieden ausspotten ausstochern Austerität Austernkollation austun auswanderungslustig ausweifen auszischen Autochthonenmenge Autodidaxie Autokratie Automat Autormagen Autorwesen Auxiliar Avanie Avantgarde Aversionalquantum Avertissement Avisbrief Axiom
gregorbrand - 10. Aug, 22:59
Demographie könnte transsurrealistische Realität werden: So sollen nach einer Sachverständigenschätzung beispielsweise in Brandenburg im Jahr 2050 neunzig Prozent der Bevölkerung älter als 65 sein. Welch eine Vorstellung! Wenn man dann noch bedenkt, was für Alte das sein werden - hinsichtlich Intelligenz, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsniveau - , dann entsteht daraus ein derart unwirkliches Bild der Zukunft, dass ich glaube, das diese so nicht sein kann und sein wird. Wird es unter den dann fast 10 Milliarden Menschen der Welt wirklich keine Einzelpersonen oder Gruppen gehen, die erfolgreich nach Brandenburg und in andere entvölkerte Landstriche drängen? Wird es noch eine deutsche Regierung geben, die dies dann verhindern und verbieten will?
Wenn es aber doch zu dieser Extremveraltung kommt, dann wünsche ich mir, dass in dem gar nicht mehr so zukünftigen Greisenland Brandenburg unter all den Alten auch die dann nahezu 100-jährige Angela Merkel wohnen wird und sich zumindest gelegentlich fragt, ob sie nicht in jüngeren Jahren kapitale Fehler gemacht hat: persönlich durch den Verzicht auf Kinder, politisch durch zu schwache Maßnahmen gegen die Entkinderung und Dejuvenisierung der deutschen Gesellschaft.
gregorbrand - 8. Aug, 23:24
DASEIN.
DUSEIN.
DESIGN.
gregorbrand - 6. Aug, 09:30